Rezension zu “Der Mann, der Sherlock Holmes tötete”

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Hallo und herzlich Willkommen zu meiner neuen Rezension! 🙂

Wer mich kennt, der sollte auch von meiner Liebe zu den Geschichten über Sherlock Holmes und seinem besten Freund und Detektivpartner John Watson wissen. 🙂 Die spannenden Kriminalfälle können mich genauso sehr packen wie die mit Miss Marple. Deswegen freue ich mich schon besonders auf den Sommerurlaub, da ich London zum zweiten Mal einen Besuch abstatten werde. Aber wie ist das, wenn ein Krimi über den “Erschaffer” von Holmes erscheint? Kann dieser mich genauso fesseln? Das finden wir heute heraus!

Vielen, lieben Dank an den Eichborn Verlag in der Bastei Lübbe AG für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars*! <3 Ein großes Dankeschön an Lübbe Audio für das Bereitstellen des dazugehörigen Hörbuchs!

* Rezensionsexemplare oder Leseexemplare beeinflussen nicht meine Bewertung und/oder Rezension. Alles, was ihr hier lest, entspricht meiner persönlichen Meinung.

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Rezension zu "Der Mann, der Sherlock Holmes tötete" von Graham Moore

❈ Infos zum Buch ❈

Autor: Graham Moore

Verlag: Eichborn *Mit einem Klick in die spannende Bücherwelt von Eichborn*

ISBN:978-3-8479-0038-2

Hardcover: 480 Seiten

Preis: 22,00 Euro

Sprache: Deutsch

❈ Inhalt ❈

Arthur Conan Doyle tritt in die Fußstapfen seiner berühmtesten Figur Sherlock Holmes: Weil Scotland Yard keinen Anlass sieht, den Mord an einem augenscheinlich leichten Mädchen aufzuklären, macht er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Er schleicht durch die dunklen Straßen des viktorianischen London und landet an Orten, die kein Gentleman betreten sollte. Etwa hundert Jahre später ist ein junger Sherlock-Fan in einen Mordfall verstrickt, bei dem Doyles verschwundenes Tagebuch und einige Fälle seines berühmten Detektivs eine wichtige Rolle spielen. Zwei Morde, zwei Amateurdetektive, zwei Welten – und ein großer Lesespaß!

❈ Erster Satz ❈

Arthur Conan Doyles Stirn lag in steilen Falten.

❈ Meine Meinung ❈

Bei diesem Werk handelt es sich um einen historischen Kriminalroman, der mich aufgrund seiner Facettenvielfalt und dem unglaublichen Feingefühl für das richtige Holmes-Feeling faszinieren konnte. Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für das viktorianische London – ich liebe es, wenn Geschichten in dieser vergangenen, aber doch sehr erfinderischen, innovativen und interessanten Zeit spielen.

Man merkt sofort, dass der Autor sehr viel recherchiert hat, um aus sicheren Quellen Informationen in sein Werk einzubinden. Vor allem über Arthur Conan Doyle habe ich viel Neues gelernt, zum Beispiel, dass er tatsächlich in echten Kriminalfällen ermittelte. Im Laufe der Jahre bekam Scotland Yard in einer ganzen Reihe von Fällen Unterstützung durch ihn.

Ich muss tatsächlich zugeben, dass es mir ziemlich schwerfällt, die Geschichte zu beschreiben. 😀 Ein Handlungsstrang führt uns durch die Zeit von Arthur Conan Doyle und seinem besten Freund Bram Stoker um die Jahrhundertwende, der zweite Handlungsstrang lässt uns den jungen Sherlock-Holmes-Fan Harold und seine Sherlockianer-Kollegen auf seinem Abenteuer nach der Aufdeckung eines Mordfalls begleiten. Trotz des Datums, das jeweils mit einem anderen Originalzitat von Arthur Conan Doyle oder einem seiner früheren Autorenbekannten die Kapitelanfänge schmückt, bin ich ab und zu durcheinander gekommen, um welchen der beiden Fälle es jetzt nochmal ging.

Arthur Conan Doyle, der ja eigentlich total abgeneigt gegenüber seiner eigenen Figur Sherlock Holmes ist und es einfach satt hat, dass die Menschen nur noch ihn anhimmeln und Sherlock eine Art “Eigenleben” führen lassen, nimmt während seiner Ermittlungen zu den kaltblütigen Morden an drei jungen Frauen immer mehr Charakterzüge von dem analytisch-rational denkenden Privatdetektiv an. Bram Stoker, der hauptsächlich durch seinen Roman “Dracula” bekannt geworden und schon lange Zeit ein sehr guter Freund Doyles ist, erinnert beim Lesen öfter an John Watson. Doyles “Verwandlung” zur eigenen Buchfigur finde ich super spannend und schlau gelöst. Gerade in den Szenen, in denen Arthur “wie Sherlock denkt” verdeutlichen seine Hassliebe zu dem fiktiven Privatdetektiv.

Hörbuch zu "Der Mann, der Sherlock Holmes tötete" von Graham Moore mit der Synchronstimme von David Nathan

Nun möchte ich auch noch einige Worte zu dem Hörbuch fallen lassen. David Nathan ist der deutsche Synchronsprecher für dieses Werk. Er leiht seine Stimme unter anderem Johnny Depp, und was ich sehr bemerkenswert finde, ist, dass ich nicht Depp sprechen hören habe. Es ist eine absolut ausgezeichnete Sprecherleistung, die David Nathan uns hier liefert! Seine Stimme ist sehr angenehm und man taucht ganz in die Geschichte ab. Ich habe des Öfteren die Augen geschlossen und das Buch abends oder nachts gehört. Obwohl es ja eine sehr spannende und an manchen Stellen auch dezent blutige Krimi-Story ist, wurde auf unnötige Special Effects beim Aufnehmen des Werks verzichtet. Nur am Anfang und am Ende ertönt eine mysteriöse Musik, die den Zuhörer mit einem Kribbeln im Bauch hinterlässt. Bei dem Hörbuch handelt es sich um die gekürzte Fassung von “Der Mann, der Sherlock Holmes tötete”, aber wie ich finde, wurde nichts Wichtiges ausgelassen: Ich habe die Zusammenhänge wie im Buch auch verstanden und konnte mitfiebern, ohne essentieller Informationen beraubt zu werden.

Ich bin begeistert von der Präzision bei der Recherchearbeit und von der gelungenen Umsetzung dieser spannenden Kriminalgeschichte rund um den “Erschaffer” von Sherlock Holmes. Ich würde das Buch jetzt nicht als “leichte Kost” beschreiben, die beiden Fälle “parallel” mitzuerleben ist eine ziemlich komplexe Aufgabe. Insgesamt ist es aber ein fesselnder und unterhaltsamer Krimi.

Ich gebe dem Buch (+ Hörbuch) 4 von 5 Traumwolken!

Ich hoffe, dass euch meine Rezension gefallen hat.  Anregungen, Wünsche, Kritik oder Fragen könnt ihr immer unten in die Kommentare schreiben! ♥  

Liebe Grüße

eure Julia ♥ 

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