Rezension zu “Fanny Cloutier ou l’année où j’ai failli rater mon adolescence”

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Hallo und herzlich Willkommen zu meiner neuen Rezension! 🙂

Diese Rezension widme ich Notre-Dame. Der vorgestrige Brand trifft die deutschen Buchbloggerinnen und Buchblogger sehr ins Herz. Wir trauern mit unseren französischen Kolleginnen und Kollegen.

Das Päckchen mit den Rezensionsexemplaren hat mich aus Kanada erreicht. Aus KANADA! Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich darüber nachdenke, dass diese zwei Schmuckausgaben den Atlantischen Ozean überquert haben, um bei mir in Deutschland zu landen.

Vielen, lieben Dank an Éditions les Malins für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars*! <3

* Rezensionsexemplare oder Leseexemplare beeinflussen nicht meine Bewertung und/oder Rezension. Alles, was ihr hier lest, entspricht meiner persönlichen Meinung.

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❈ Infos zum Buch ❈

Autorin: Stéphanie Lapointe

Verlag: Éditions les Malins **Mit einem Klick in die bunte Bücherwelt von les Malins**

ISBN: 978-2-89657-418-6

Hardcover: 376 Seiten

Preis: 26,95 Dollar (Bei Amazon wird es seit kurzem nur noch als Taschenbuch angeboten, Preis: 18,88 Euro)

Sprache: Französisch


❈ Inhalt ❈

J’ai souvent entendu dire  que la chose la plus difficile, dans la vie, c’est de commencer quelque chose.

— Alors 3-2-1 : go. —

Je m’appelle Fanny Cloutier. 

J’ai quatorze ans, presque quinze mais pas vraiment pour être honnête. Les deux choses que je sais faire le mieux, dans la vie, c’est dessiner et subir (oui SUBIR) les décisions excentriques de père.

*** Euh. À qui je parle, en fait ? ***
Si tu lis ces lignes, c’est que mon journal est =

A) tombé dans le métro (bon, je prends jamais le métro, qu’est-ce que je raconte).

B) Pire. Qu’il a glissé de mon sac, direct devant l’entrée de l’école (OMG, faites-que-ce-soit-pas-ça)

C) Ou catastrophe de type international : c’est que TU ES MON PÈRE.

Cette année, je suis passée à un demi-cheveux de rater mon adolescence et je sais une seule chose avec certitude : sans toi, journal, je n’y serais JAMAIS arrivée.


❈ Erster Satz ❈

Allo, merci d’exister, journal.


❈ Meine Meinung ❈

Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben (deswegen auch der etwas verwirrende Klappentext ;)). Wir lesen das Tagebuch der Fanny Cloutier, einem 14-jährigen Mädchen, das mit den alltäglichen Problemen eines Teenagers zu kämpfen hat. Da kommen zum Beispiel Streitigkeiten mit ihrem Vater auf sie zu, die sie dann in ihrem Tagebuch niederschreibt. Zuallererst ist es von der Autorin natürlich sehr klug gemacht, die Geschichte in Tagebuchform zu erzählen. Man kann sich sehr gut in Fanny Cloutier hineinversetzen und manchmal hat man wirklich viel Mitleid mit ihr. 😀

Zweitens muss man ein großes Lob an Marianne Ferrer aussprechen, die mit ihren entzückenden, wirklich wunderschönen Illustrationen dem Ganzen das Design verliehen hat, auf das ich bei der letzten Frankfurter Buchmesse aufmerksam geworden bin, als ich mich für Lernzwecke meines Französisch-Leistungskurses in die Fremdsprachen-Abteilung begeben habe (ich bereue es kein bisschen!). 🙂

Und genau das war auch der Grund, weshalb ich die ersten zwei Bände der Reihe (die Rezension zu Band 2 wird natürlich auch noch hier auf meinem Blog erscheinen) angefragt habe: Ich möchte all den Französischliebhabern die Bücher ans Herz legen. Jetzt fragen sich bestimmt manche von euch, wie schwer das Französisch eigentlich ist. Ich beschreibe es mal so: Wenn ihr mit dem Klappentext gut zurechtgekommen seid, wird euch das Lesen des Buches auch nicht schwerfallen. Ich selbst bin im Französisch-LK (Level B1-B2), lerne seit 6 Jahren Französisch in der Schule und bin mit den Texten sehr gut klargekommen. Natürlich dauert es länger, wenn man kein Französisch-Muttersprachler ist. Auch ich musste des Öfteren Wörter im Internet nachgucken – und ja, auch die ein oder andere Textpassage ins Deutsche übersetzen lassen. 😉

Apropos “ins Deutsche übersetzen”: Ich hoffe, dass ich mit meiner Rezension andere deutschsprachige Verlage auf die “Fanny Cloutier”-Reihe aufmerksam machen kann. Von “Éditions les Malins” habe ich gehört, dass sie sich sehr darüber freuen würden, Fanny Cloutier nach Deutschland zu bringen und ich meine – wie cool wäre das denn bitteschön?! Ich zumindest würde eine Petition auf jeden Fall unterschreiben. 🙂

Wie bereits angesprochen liebe ich die verträumten, farbharmonischen Illustrationen, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch die Gefühle von Fanny darstellen und eine hilfreiche Stütze für Französisch-Erlernende sind. Mich erinnert der Malstil von Marianne Ferrer ein bisschen an die Bilder im FLOW Magazin (wer es kennt, weiß, wovon ich spreche): blumig, irgendwie simple und trotzdem mit Liebe zum Detail. Ich kenne mich nicht mit Kunst aus, aber ich würde sagen, dass die Illustrationen von Nina Cosford denen von Ferrer ähneln.
“Fanny Cloutier ou l’année où j’ai failli rater mon adolescence” bietet in der Ausgestaltung und Typografie immer wieder neue Überraschungen. Die interaktiven Elemente, wie herausklappbare Karten, etc., bieten ein spannendes Leseerlebnis.
Mit sehr viel Liebe zum Detail, Papierkunst und wunderschönen Illustrationen im Stile der bekannten FLOW-Magazine ist dieses Buch ein wahres Highlight im Bücherschrank. Man kann Dinge entfalten und Geheimnisse entdecken, man kann etwas auf- und wieder zuklappen – kurzum: Man kann sich neben dem Text unglaublich gut unterhalten.
Autorin, Illustratorin und Verlag haben keine Kosten und Mühen gescheut, die Welt von Fanny Cloutier für uns Leser so echt wie möglich zu gestalten. Das Buch fühlt sich sehr hochwertig an und hat für mich eine perfekte Größe, nicht zu klein und nicht zu groß.

Ein wahres Schmuckstück mit einer zuckersüßen Geschichte voller Witz und Charme. Fanny Cloutier ist ein aufgewecktes Mädchen, das mit den Irrungen und Wirrungen im Pubertätsalter kämpft und ihren Emotionen in ihrem Tagebuch freien Lauf lässt.
Auf beinahe jeder Seite gibt es etwas Neues zu entdecken, sodass man sich gar nicht daran sattsehen kann. Überdies ist das Buch nicht einfach „nur“ illustriert. Neben dem hochwertigen Einband, den farblichen Hervorhebungen und den besonders gestalteten Kapitelanfängen gibt es zudem nämlich noch zahlreiche interaktive Elemente, die einen ins Staunen versetzen. Die Aufmachung ist also tatsächlich jeden Cent wert und macht diese Ausgabe zu einem der schönsten Bücher im Regal.

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Traumwolken!

Ich hoffe, dass euch meine Rezension gefallen hat.  Anregungen, Wünsche, Kritik oder Fragen könnt ihr immer unten in die Kommentare schreiben! ♥  

Liebe Grüße

eure Julia ♥ 

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