Rezension zu “Kann man mal machen”

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Auf meinem Blog habe ich schon einige Youtuber-Bücher rezensiert. Von ViktoriaSarina bis hin zu Riccardo Simonetti ist hier irgendwie alles drangekommen. 🙂 Eine Youtuberin, deren Videos ich gelegentlich gucke, ist die liebe Mirella von dem Kanal “Mirellativegal”. Sie macht viel im Bereich Unterhaltung, zögert aber auch nicht, ernste Themen anszusprechen. Besonders bekannt ist ihr Video “Schlampenlogik” (darauf werde ich später in dieser Rezension noch zurückgreifen). Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!

Vielen, lieben Dank an Community Editions für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars*! <3

* Rezensionsexemplare oder Leseexemplare beeinflussen nicht meine Bewertung und/oder Rezension. Alles, was ihr hier lest, entspricht meiner persönlichen Meinung.

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❈ Infos zum Buch ❈

Autorin: Mirellativegal

Verlag: Community Editions **Mit einem Klick in die farbenfrohe Bücherwelt von Community Editions**

ISBN: 978-3-96096-054-6

Softcover: 240 Seiten

Preis: 12,00 Euro 

Sprache: Deutsch

❈ Inhalt ❈

Im Internet sehen immer alle gut aus, sind glücklich und haben weder Probleme noch Poren. Oder aber sie vertreten antiquierte Rollenbilder und pöbeln gegen Schwächere.

Mirella vom Kanal mirellativegal geht dieses Gehabe ziemlich auf den Keks. In ihrem Buch spricht sie daher offen, provokant und mit messerscharfem Humor die Themen an, die sie auf die Palme bringen. Dabei steht Sexismus ebenso auf der Abschussliste wie Low Carb und Perfektionswahn.

Ein dickes Fell allein oder endlose Meckertiraden helfen jedoch niemandem weiter. Daher liefert Mirella die passende Motivation, um das eigene Leben entspannter zu gestalten, gleich mit. Empathische Kommunikation, Horizonterweiterung und die konsequente Achtung der eigenen Bedürfnisse stehen hierbei im Mittelpunkt.
Denn letztlich ist die beste Waffe, um sich gegen die Negativität von außen zu wehren, sich selbst im Innern gut leiden zu können.

❈ Erster Satz ❈

Super, dass du da bist und dieses Buch gekauft hast!

❈ Meine Meinung ❈

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich möchte über so vieles schreiben. Ich habe eine sehr eigenartige Beziehung zu diesem Buch. XD Zuallererst möchte ich aber auf den Klappentext eingehen, den ich euch weiter oben abgetippt hab. Als ich ihn mir erstmals durchgelesen habe, war meine erste Frage: Worum geht es nun eigentlich in diesem Buch? Ich empfinde den Klappentext als sehr unkonkret, eine bunte Mischung aus ALLEM und aus NICHTS. Um mich zu vergewissern, dass ich nicht verblödet bin und die Worte einfach nur nicht in den richtigen Zusammenhang setzen kann, habe ich vier weitere Personen aus meinem Umfeld befragt und auch sie haben gleichermaßen reagiert. Also, fassen wir fürs Erste zusammen: Ginge es nach dem Klappentext, hätte ich mich definitiv nicht für den Kauf des Buches entschieden. Kommen wir jetzt aber zum Cover. Das finde ich wiederum sehr passend. Es ist simple im grellen Gelbton gehalten mit einem kleinen Foto von Mirella und trotzdem fällt es auf. Gefällt mir sehr gut! 🙂

Nun zum Inhalt: Hat mich das Buch groß zum Nachdenken gebracht? Hat es mich in bestimmten Themen aufgeklärt oder mir sogar neue Blickwinkel eröffnet? Wir machen es kurz und knapp: Nein. Es gibt zwei Kategorien, zu denen mich die Meinung von Mirella besonders interessiert hat: “Trash on demand”, wo sie unsere heutigen Medien und den Perfektionsdruck oder den “Shit” auf Instagram und Co. diskutiert, und “Schlampenlogik”, wo sie über das oben genannte Video spricht und sich danach auf den Feminismus und dessen Bedeutung in der heutigen Zeit konzentriert.

Was mir stark aufgefallen ist: Mirella ist nur sehr flach auf wirklich wichtige Themen eingegangen. Natürlich habe ich nicht erwartet, dass sie jetzt jedes Weltthema aufgreifen und bis ins kleinste Detail “durcharbeiten” kann, aber sie ist mir dann doch zu oberflächlich geblieben. Ihr Schreibstil konnte mich überzeugen. Vielleicht war er es auch, der mich dazu gebracht hat, das ganze Buch zu Ende zu lesen. Mirella schreibt flüssig und interessant. So komme ich eben durch die ersten beiden Themen, die mich ganz neugierig auf den Rest des Buches machen. Und hier gelangen wir an den Punkt, ab dem “Kann man mal machen” zu 50% aus Floskeln wie “Ich bin schon das beste Ich, das ich sein kann.” oder “Die richtige Gesellschaft gibt unserem Leben etwas hinzu. Aber es ist niemals unvollständig.” besteht. Hmmm… sind halt die typischen 08/15-Sätze, die man in jedem “Strong & Selfconfident”-Ratgeber liest. Vielleicht gehöre ich mit meinen 17 Jahren einfach nicht mehr zur Zielgruppe? Ich bin mir sicher, dass solche Sprüche meinem 12-jährigen Ich mehr gebracht hätten. Was auch dafür spricht, dass mein 17-jähriges Ich bei diesem Buch eher fehl am Platz ist, ist die Tatsache, dass Mirella Begriffe wie “Body Shaming” erklärt. Für Jüngere wahrscheinlich informativ – für mich leider unnötig!

Ich möchte nicht die ganze Zeit über die negativen Aspekte meckern, sondern mich auch dem Positiven zuwenden. Den gelungenen Schreibstil habe ich bereits erwähnt. *Check* Die Innengestaltung ist wirklich schön! Ich liebe es, dass sich das Gelbe durch das gesamte Buch durchzieht und die ein oder andere Seite im Textmarker-Stil aufpimpt. Für die comicartigen Illustrationen vergebe ich einen fetten Daumen nach oben – ich hätte mir sogar noch mehr davon gewünscht! Und man muss festhalten, dass es sich hierbei um ein Buch mit positiven Messages handelt: “Du bist gut, so wie du bist.”, “Du kannst alles mal ausprobieren, musst es aber nicht.” und “Du musst auf nichts verzichten und dich nicht zu irgendetwas zwingen.” Positive Messages sollten generell immer einen Extrapunkt erhalten. 😉

Das dazugehörige Hörbuch ist es absolut wert, gehört zu werden! Mirella hat eine angenehme Erzählerstimme, sie spricht deutlich und betont an den richtigen Stellen, sodass man sich wirklich zurücklehnen und das Hörerlebnis einfach in Ruhe genießen kann.

Wenn ich es passend zum Buch schreiben sollte, würde mein Fazit wohl wie folgt lauten: Kann man mal lesen, muss man aber nicht.* “Kann man mal machen” von Mirellativegal hat mir jetzt weder neue Lebenswege eröffnet, mich in größeren Themen besser aufgeklärt oder mir eine neue Sichtweise verliehen. Es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, zum Beispiel für unterwegs, wenn “leichte Kost” erwünscht ist. “Kann man mal machen” ist angenehm zu lesen, man fliegt über die Seiten, und wenn man am Ende ankommt, startet man motivierter in den Tag. Ich würde es als “Mutmachbuch” bezeichnen: Wenn du mal einen schlechten Tag hast, lies ein Kapitel, und schon geht es dir etwas besser.

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Traumwolken!

*Hinzugefügter Kommentar: Nachdem ich die Rezi gepostet habe, war ich ein bisschen auf Amazon unterwegs und habe gesehen, dass gefühlt 50 Leute denselben Satz gebildet haben. That’s what I call originality! XD

Ich hoffe, dass euch meine Rezension gefallen hat.  Anregungen, Wünsche, Kritik oder Fragen könnt ihr immer unten in die Kommentare schreiben! ♥  

Liebe Grüße

eure Julia ♥ 

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