Rezension zu “Nurianer – Gespaltene Welten”

Ein Fantasy-Abenteuer, das in Frankfurt am Main spielt? Wie? Wo? In Christina Degenhardts aktuellem Jugendbuch! Legen wir sofort mit der Rezension los! 🙂

Vielen, lieben Dank an die Autorin für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars*! <3

* Rezensionsexemplare oder Leseexemplare beeinflussen nicht meine Bewertung und/oder Rezension. Alles, was ihr hier lest, entspricht meiner persönlichen Meinung.

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❈ Infos zum Buch ❈

Autorin: Christina Degenhardt

Verlag:  (Selfpublish)

ISBN: 979-8641192598

Hardcover: 634 Seiten

Preis: 24,99 Euro 

Sprache: Deutsch

❈ Inhalt ❈

Nina hat mit Ach und Krach ihr Abitur bestanden und steht nun vor der großen Frage, was sie mit ihrer Zukunft anstellen soll. Eine Party im Frankfurter Stadtwald kommt ihr da gerade recht. Doch wer hätte gedacht, dass gerade eine Party ihr ganzes Leben durcheinanderbringt. Nina überschreitet eine magische Grenze und entdeckt so das Reich der Nurianer, die schon seit Jahrhunderten versteckt und beschützt vom Wald mit der Natur im Einklang leben. Fasziniert von der neuen Welt beschließt Nina dort zu bleiben und sich hier ein neues Zuhause aufzubauen. In Nuriend ist jedoch nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz in Gefahr. Mysteriöse Vorkommnisse und hinterhältige Intrigen bringen ihr Leben gewaltig durcheinander und lassen sie zweifeln, ob Tjarko der Richtige für sie ist. Dabei immer an ihrer Seite ihre Freundin Marnie, die sie mit Klugheit und Witz unterstützt, egal was Nina wieder anstellt. Mit Nurianer Gespaltene Welten ist Christina Degenhardt wieder eine mitreißende und einzigartige Geschichte voller Freundschaft, Verrat, Liebe, Geheimnisse und Mut gelungen. Humorvoll und mit sehr viel Herz erzählt sie die Geschichte eines jungen Mädchens, das in eine neue Welt eintaucht, ein Leben in und mit der Natur für sich entdeckt und sich zudem Hals über Kopf verliebt. Die spannende und fesselnde Geschichte beschäftigt sich mit wichtigen Themen wie Naturschutz, der typischen Zukunftsfrage junger Mädchen und starker Familienbande. Christina Degenhardt verzaubert erneut lesebegeisterte Mädchen und Jungen.

❈ Erster Satz ❈

Der grüne Stoff ihres Sommerkleids umspielte Ninas nackte Beine , als sie im Dämmerlicht die Straße entlang schlenderte.

❈ Meine Meinung ❈

Die Geschichte startet mit einem rührenden Gedicht, das die Schönheit des Waldes und die darin lebenden Nurianer mit ihrer Kämpfernatur beschreibt. Christina Degenhardt versteckt in ihrem Werk bemerkenswerterweise die dringende Message des Naturschutzes: Sie fordert uns Leser indirekt dazu auf, uns der Zerbrechlichkeit der Natur bewusst zu werden und mehr auf unsere Umwelt zu achten. Aus meiner Sicht eine extrem wichtige Botschaft an den Leser – es ist wunderbar, dass in dieser Geschichte weit mehr steckt als “nur” Action, Fantasy und eine aufkeimende Liebe zwischen jungen Personen aus verschiedenen – und doch miteinander verbundenen – Welten.

Anfangs konnte ich unsere Protagonistin Nina nicht ganz einschätzen: Wie plant sie ihre Zukunft ein? Ihre Entscheidungen kamen mir für ihr Alter überhastet vor und ihr Wesen etwas zu naiv. Sie hat gefühlt von einem Tag auf den anderen entschieden, eine Weltreise zu unternehmen, und ihre alleinerziehende Mutter schien auch kein Problem mit den voreiligen Plänen zu haben – im Gegensatz, sie hat ihre Tochter in ihrem Bestreben bestärkt. Auch ihre Reaktion in Bezug auf die Existenz der Nurianer, die früher nur in den Geschichten von Ninas Großmutter eine Rolle spielten, erschien mir unbefangen und unbesonnen. Die 19-jährige Abiturientin ist in eine “Parallelwelt” im Frankfurter Stadtwald gestolpert, trifft auf die sagenumwobenen Nurianer – und entscheidet sich innerhalb weniger Stunden, das sie ein Studium an der magischen Universität aufnehmen möchte?! Das nenne ich spontan!

Dann aber kam die Story in Fahrt, und mit ihr die Charakterentwicklung von Nina. Sie ist mir erwachsener, bestimmter und bedachter in ihrer Handlungsweise vorgekommen. Auf einen Schlag hat sie viele Sympathiepunkte bei mir gesammelt und mich als Protagonistin, die ich auf ihre Abenteuer mit den Nurianern begleiten soll, überzeugt. Es wurde besser und besser und besser – ich habe Nina als Buchfigur komplett ins Herz geschlossen! Am Ende wollte ich mich gar nicht mehr von ihr trennen. 🙂

Des Weiteren fand ich es total spannend, wie der Leser immer mehr über die Welt der Nurianer erfährt, unter anderem auch, wie deren Politik aufgebaut ist. Ihr Verhalten gegenüber Menschen gibt dem Ganzen Spannung in Momenten, wenn die Welt der Nurianer mit der Welt in Frankfurt (so wie ich es verstanden habe, hieß die Menschenwelt “Gespaltene Welt”? Bei dem Begriff war ich mir etwas unsicher…) zu verschmelzen scheint. Natürlich verhält sich Ninas “Aufpasser” Tjarko (cooler Name, wie ich finde!) ihr gegenüber zuerst recht abweisend. Dafür ist es umso schöner, was für eine enge Beziehung die beiden im Laufe der Geschichte entwickeln. 

Natürlich schlug mein Frankfurt-Herz höher, als ich die einzelnen Orte in der Geschichte wiedererkannt habe – es ist so schön, sich eine zauberhafte Parallelwelt in Frankfurt vorzustellen, normalerweise spielen deutsche Urban-Fantasy-Bücher in Hamburg, Berlin und Co., aber Frankfurt blieb trotz Großstadt-Feeling oft aus. Man hat eine ganz andere Verbindung zu dem Ort, wenn es die eigene Heimatstadt ist, und das habe ich beim Lesen gespürt.

“Nurianer – Gespaltene Welten” ist der gelungene Auftakt einer neuen, phantastischen Jugendbuchreihe! Und endlich mal ein Setting, das nicht Hamburg oder Berlin, sondern die Main-Metropole Frankfurt ist! <3 Ich habe das Buch gleich meiner besten Freundin zum Lesen gegeben und bin schon gespannt, ob Ninas Abenteuer sie genauso fesseln wie mich. 🙂

Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Traumwolken!

Ich hoffe, dass euch meine Rezension gefallen hat.  Anregungen, Wünsche, Kritik oder Fragen könnt ihr immer unten in die Kommentare schreiben! ♥  

Liebe Grüße

eure Julia ♥ 

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